Wir wissen es nicht genau. Aber es gibt Hinweise.
Was wir wissen
- Das Gehirn ist auch im künstlichen Koma aktiv (EEG zeigt Aktivität).
- Hören könnte teilweise funktionieren – einige Patienten berichten später von Stimmen, oft verzerrt oder wie aus der Ferne.
- Berührungen werden manchmal erinnert, z. B. das Halten der Hand.
Was wir nicht wissen
- Ob alles oder nur Bruchstücke wahrgenommen werden.
- Ob Wahrnehmung bewusst oder unbewusst erfolgt.
- Wie viel später tatsächlich erinnert wird.
Was bedeutet das für Sie?
Ich empfehle immer: Sprechen Sie mit Ihrem Angehörigen, als würde er Sie hören.
- Sagen Sie, dass Sie da sind.
- Erzählen Sie ruhig, was zu Hause passiert.
- Machen Sie Mut.
- Vermeiden Sie belastende Gespräche direkt am Bett.
Studien zeigen, dass regelmäßig angesprochene Patienten häufig einen besseren Verlauf haben. Ob sie alles bewusst wahrnehmen oder nicht – es schadet nicht.
Mein persönlicher Rat: Reden Sie mit ihm. Nicht, weil wir sicher wissen, dass er Sie hört, sondern weil es Ihnen hilft – und vielleicht hört er Sie ja doch.
📝 Kurz zusammengefasst
- Gehirn bleibt auch im künstlichen Koma aktiv
- Manche Patienten erinnern Stimmen oder Berührungen
- Genaues Ausmaß der Wahrnehmung ist unklar
- Sprechen mit dem Patienten wird empfohlen
- Belastende Gespräche am Bett vermeiden