Die Dialyse wird oft als „Blutwäsche" bezeichnet. Sie übernimmt die Aufgaben der Nieren, wenn diese vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr ausreichend arbeiten.
Gesunde Nieren filtern Giftstoffe, überschüssige Salze und Wasser aus dem Blut. Versagen sie – zum Beispiel im Rahmen eines akuten Nierenversagens – sammeln sich diese Stoffe im Körper an. Das kann lebensgefährlich werden.
Wann wird eine Dialyse notwendig?
Auf der Intensivstation kommt eine Dialyse häufig zum Einsatz bei:
- akutem Nierenversagen, z. B. bei Sepsis oder Schock
- schwerer Überwässerung des Körpers
- gefährlich erhöhten Kaliumwerten
- Nierenversagen nach großen Operationen
- medikamentenbedingten Nierenschäden
Wie funktioniert die Dialyse?
Das Blut wird über einen speziellen Katheter aus dem Körper geleitet, in einer Maschine gefiltert und anschließend wieder zurückgeführt. Eine Behandlung dauert meist mehrere Stunden und kann – je nach Situation – täglich notwendig sein.
Muss mein Angehöriger dauerhaft dialysiert werden?
Nein, nicht zwangsläufig. Gerade bei akutem Nierenversagen erholen sich die Nieren häufig innerhalb von Tagen oder Wochen. Die Dialyse ist dann nur eine vorübergehende Unterstützung.
📝 Kurz zusammengefasst
- Dialyse ersetzt die Nierenfunktion („Blutwäsche")
- Notwendig bei akutem Nierenversagen
- Häufige Ursachen: Sepsis, Schock, Medikamente
- Blut wird gefiltert und dem Körper zurückgegeben
- Oft nur vorübergehend – Nieren können sich erholen