Das künstliche Koma wird nicht plötzlich beendet, sondern immer schrittweise. Die Sedierungsmedikamente werden kontrolliert reduziert, oft über mehrere Stunden oder Tage.
Währenddessen beobachten Ärzte und Pflegekräfte genau, wie der Patient reagiert: Atmet er selbstständig? Öffnet er die Augen? Reagiert er auf Ansprache oder Aufforderungen?
Kein „Lichtschalter"
Das Aufwachen aus dem künstlichen Koma ist kein plötzlicher Moment. Es ist ein Prozess. Manche Patienten werden innerhalb weniger Stunden wach, andere brauchen mehrere Tage oder sogar Wochen.
Wie lange dieser Prozess dauert, hängt von vielen Faktoren ab:
- Dauer des künstlichen Komas
- Grunderkrankung
- Art und Menge der Medikamente
- Alter und Vorerkrankungen
Was Angehörige oft beunruhigt
In der Aufwachphase wirken viele Patienten verwirrt, unruhig oder desorientiert. Manche sind zeitweise aggressiv oder erkennen ihre Umgebung nicht.
Das nennt man ein Delir und ist nach einem künstlichen Koma sehr häufig. In den meisten Fällen ist dieser Zustand vorübergehend und bildet sich mit der Zeit zurück.
Geduld ist entscheidend
Das Gehirn braucht Zeit, um nach längerer Sedierung wieder normal zu funktionieren. Auch wenn das für Angehörige schwer auszuhalten ist: Langsames Aufwachen ist nichts Ungewöhnliches und kein schlechtes Zeichen.
📝 Kurz zusammengefasst
- Beendigung erfolgt schrittweise, nicht abrupt
- Dauer: Stunden bis Wochen
- Kein plötzlicher „Aufwachmoment"
- Verwirrtheit (Delir) ist häufig
- Geduld ist wichtig – das Gehirn braucht Zeit