Kommunikation mit einem beatmeten Patienten ist schwierig, aber in vielen Fällen möglich. Entscheidend ist, wie wach der Patient ist und welche Form der Beatmung verwendet wird.
Wenn der Patient wach ist
Bei nicht-invasiver Beatmung oder leichter Sedierung können viele Patienten ihre Umgebung wahrnehmen, auch wenn sie nicht sprechen können.
- Sprechen Sie ruhig mit ihm – auch ohne Antwort
- Ja-/Nein-Signale: Händedruck, Augenblinzeln, Kopfnicken
- Buchstabentafel: Buchstaben zeigen lassen
- Schreibtafel: wenn Schreiben möglich ist
Wichtig ist Geduld. Reaktionen dauern oft länger, weil der Patient erschöpft oder noch benommen ist.
Wenn der Patient tief sediert ist
Bei tiefer Sedierung oder im künstlichen Koma ist eine bewusste Kommunikation nicht möglich. Trotzdem raten wir Angehörigen, weiter mit dem Patienten zu sprechen.
Viele Patienten berichten später, dass sie Stimmen oder einzelne Worte wahrgenommen haben. Vertraute Stimmen können Orientierung geben und wirken oft beruhigend – auch unbewusst.
Erzählen Sie vom Alltag, von Familie oder positiven Ereignissen. Kurze, klare Sätze reichen völlig aus.
📝 Kurz zusammengefasst
- Sprechen ist oft möglich – auch ohne Antwort
- Ja/Nein über Händedruck oder Blinzeln
- Buchstaben- oder Schreibtafel nutzen
- Geduld ist entscheidend
- Auch bei Sedierung: ruhig weiter sprechen