Ob ein Patient während einer Beatmung essen und trinken kann, hängt davon ab, wie beatmet wird und in welchem Zustand sich der Patient befindet.
Bei invasiver Beatmung (Beatmungsschlauch in der Luftröhre)
Bei einer invasiven Beatmung ist Essen und Trinken über den Mund nicht möglich. Der Beatmungsschlauch blockiert den Schluckweg, zudem sind die meisten Patienten zumindest teilweise sediert.
Die Ernährung erfolgt in dieser Phase über eine Magensonde. Dabei wird flüssige Nahrung über einen dünnen Schlauch, der meist durch die Nase in den Magen führt, verabreicht.
Bei nicht-invasiver Beatmung (Beatmungsmaske)
Bei einer nicht-invasiven Beatmung ist Essen und Trinken grundsätzlich möglich, sofern der Patient wach, stabil und schluckfähig ist.
Für Mahlzeiten wird die Maske in der Regel kurz abgenommen. Ob und wie das möglich ist, entscheidet das Behandlungsteam individuell.
Nach Entfernung des Beatmungsschlauchs (Extubation)
Nach der Extubation wird zunächst überprüft, ob der Patient sicher schlucken kann. Häufig treten vorübergehende Schluckstörungen auf, weil Kehlkopf und Muskulatur gereizt oder geschwächt sind.
In dieser Phase beginnt man oft mit:
- angedickten Getränken
- pürierter oder weicher Kost
- kleinen Mengen unter Aufsicht
Je nach Verlauf und Zustand des Patienten kann schrittweise wieder auf normale Kost umgestellt werden.
📝 Kurz zusammengefasst
- Invasive Beatmung: kein Essen oder Trinken über den Mund
- Ernährung dann über Magensonde
- Nicht-invasive Beatmung: Essen und Trinken oft möglich
- Nach Extubation zuerst Schlucktest
- Anfangs häufig weiche oder pürierte Kost