Der Monitor auf der Intensivstation zeigt die sogenannten Vitalwerte Ihres Angehörigen. Diese Werte werden kontinuierlich überwacht, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Wichtig zu wissen: Ein einzelner Wert oder kurzes Piepen bedeutet fast nie sofort Gefahr. Entscheidend ist immer der Verlauf und der Gesamtzustand des Patienten.
Herzfrequenz (HF)
Die Herzfrequenz zeigt, wie oft das Herz pro Minute schlägt. Bei Erwachsenen liegen typische Werte oft zwischen etwa 60 und 100 Schlägen pro Minute.
Abweichungen können viele Ursachen haben, zum Beispiel:
- Schmerzen oder Stress
- Fieber oder Infektionen
- Medikamente
- Herzerkrankungen
Blutdruck (RR)
Der Blutdruck wird meist mit zwei Zahlen angegeben, zum Beispiel 120/80.
- oberer Wert (systolisch): Druck beim Herzschlag
- unterer Wert (diastolisch): Druck in der Entspannungsphase
Auf der Intensivstation sind Abweichungen vom „Normalwert" häufig und nicht automatisch gefährlich. Zielwerte werden individuell festgelegt.
Sauerstoffsättigung (SpO₂)
Die Sauerstoffsättigung zeigt, wie gut das Blut mit Sauerstoff beladen ist. Bei gesunden Menschen liegt sie meist über 95 %.
Auf der Intensivstation gelten jedoch oft andere Zielbereiche, zum Beispiel bei Lungenerkrankungen oder Beatmung. Kurzzeitige Abfälle sind nicht ungewöhnlich.
Atemfrequenz (AF)
Die Atemfrequenz beschreibt, wie viele Atemzüge pro Minute erfolgen. Typische Werte liegen häufig zwischen 12 und 20 Atemzügen.
Eine erhöhte Atemfrequenz kann unter anderem auftreten bei:
- Atemnot
- Schmerzen
- Unruhe oder Angst
Körpertemperatur
Die Körpertemperatur liegt normalerweise etwa zwischen 36 °C und 37,5 °C. Erhöhte Werte können auf Infektionen oder Entzündungen hinweisen, sind aber ebenfalls im Gesamtkontext zu bewerten.
Ganz wichtig: Pflegekräfte und Ärzte beurteilen nicht einzelne Zahlen, sondern den gesamten Verlauf und Zustand des Patienten.
📝 Kurz zusammengefasst
- Der Monitor zeigt wichtige Vitalwerte
- Einzelne Abweichungen sind oft unproblematisch
- Entscheidend ist der Verlauf, nicht ein einzelner Wert
- Pieptöne bedeuten nicht automatisch Gefahr
- Bei Unsicherheit: Pflegepersonal ansprechen