Ein künstliches Koma wird eingesetzt, wenn der Körper eines Patienten vorübergehend maximale Ruhe und Entlastung benötigt. Es handelt sich dabei um eine gezielte intensivmedizinische Maßnahme.
Die wichtigsten Gründe
1. Entlastung des Körpers
Bei schweren Erkrankungen, Verletzungen oder großen Operationen verbraucht der Körper enorme Energie. Durch die Sedierung kann sich der Organismus vollständig auf Heilungsprozesse konzentrieren.
2. Ermöglichung einer künstlichen Beatmung
Eine maschinelle Beatmung über einen Tubus wäre im wachen Zustand extrem unangenehm und nicht tolerierbar. Die Sedierung macht diese Therapie überhaupt erst möglich.
3. Schutz des Gehirns
Bei schweren Kopfverletzungen, Hirnblutungen oder Schwellungen des Gehirns kann ein künstliches Koma helfen, den Hirndruck zu senken und weitere Schäden zu verhindern.
4. Schmerz- und Stressreduktion
Nach großen Operationen oder bei schweren Verletzungen schützt das künstliche Koma den Patienten vor extremem Stress und starken Schmerzen, die den Heilungsverlauf negativ beeinflussen könnten.
Wichtig zu wissen
Ein künstliches Koma ist keine „letzte Maßnahme", sondern eine kontrollierte medizinische Therapie, die regelmäßig überprüft und angepasst wird. Ziel ist immer, die Sedierung so kurz wie möglich und so lange wie nötig einzusetzen.
📝 Kurz zusammengefasst
- schafft Ruhe für den Körper
- ermöglicht eine sichere Beatmung
- schützt Gehirn und Organe
- reduziert Stress und Schmerzen
- gezielte, zeitlich begrenzte Therapie