Die Intensivstation ist der Bereich im Krankenhaus, in dem die schwerstkranken Patienten behandelt werden. Hier liegen Menschen, die eine besonders enge Überwachung und schnelle medizinische Reaktionen benötigen.
Der Unterschied zur Normalstation ist enorm: Während dort eine Pflegekraft oft zehn oder mehr Patienten betreut, kümmert sich auf der Intensivstation eine Pflegekraft meist nur um ein bis zwei Patienten gleichzeitig.
Warum ist das nötig?
Intensivpatienten können sich jederzeit verschlechtern. Blutdruck, Herzfrequenz, Sauerstoffgehalt, Atmung und viele andere Werte werden deshalb rund um die Uhr überwacht.
Die technische Ausstattung ist entsprechend hoch: Beatmungsgeräte, Monitore, Medikamentenpumpen, manchmal auch Dialysegeräte. Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte sind jederzeit verfügbar.
Typische Gründe für eine Aufnahme
- große Operationen (z. B. Herz-, Bauch- oder Neurochirurgie)
- schwere Unfälle
- Herzinfarkt oder Schlaganfall
- schwere Lungenentzündungen
- Sepsis (Blutvergiftung)
- Organversagen
Ein wichtiger Gedanke zum Schluss
Wenn ein Angehöriger auf der Intensivstation liegt, ist das zunächst erschreckend. Gleichzeitig solltest du wissen: Die meisten Patienten verlassen die Intensivstation wieder.
Die Intensivstation ist kein Ort zum Sterben, sondern ein Ort, an dem Menschen die bestmögliche Überwachung und Behandlung erhalten, bis ihr Körper wieder selbstständig arbeiten kann.
📝 Kurz zusammengefasst
- Intensivstation = engmaschige Überwachung
- 1–2 Patienten pro Pflegekraft
- deutlich mehr Technik als auf Normalstation
- Aufnahme bei schweren Erkrankungen oder nach großen OPs
- Die meisten Patienten kommen wieder heraus