Katecholamine sind Medikamente, die den Kreislauf stabilisieren. Auf der Intensivstation nennt man sie häufig auch Kreislaufmedikamente oder Pressoren.
Sie werden eingesetzt, wenn der Blutdruck zu niedrig ist und lebenswichtige Organe wie Gehirn, Herz oder Nieren nicht mehr ausreichend durchblutet werden.
Welche Katecholamine gibt es?
- Noradrenalin
- Adrenalin
- Dopamin
- Dobutamin
Was bewirken Katecholamine?
- Sie steigern die Kraft des Herzens
- Sie verengen Blutgefäße
- Der Blutdruck steigt
- Organe werden wieder besser durchblutet
Wann werden sie eingesetzt?
Katecholamine werden zum Beispiel gegeben bei:
- Sepsis (Blutvergiftung)
- Schockzuständen
- schwerem Herzversagen
- nach großen Operationen
- nach Wiederbelebung
Wie werden Katecholamine verabreicht?
Sie werden als Dauerinfusion über eine Pumpe (Perfusor) gegeben – meist über einen zentralen Venenzugang. Die Dosierung wird engmaschig überwacht und ständig angepasst.
Sind Katecholamine gefährlich?
Ohne diese Medikamente würde der Kreislauf in vielen Fällen zusammenbrechen. Katecholamine sind daher oft lebensrettend.
Bei längerer Anwendung können Nebenwirkungen auftreten, zum Beispiel Durchblutungsstörungen an Haut oder Organen. Deshalb gilt immer: so viel wie nötig, so wenig wie möglich – und nur solange, wie sie wirklich gebraucht werden.
📝 Kurz zusammengefasst
- Katecholamine stabilisieren den Kreislauf
- Bekannte Beispiele: Noradrenalin, Adrenalin
- Einsatz bei Schock, Sepsis, Herzversagen
- Gabe als Dauerinfusion über eine Pumpe
- Oft lebensrettend und unverzichtbar