Wenn Ihr Angehöriger plötzlich verwirrt ist
Wenn Ihr Angehöriger auf der Intensivstation plötzlich verwirrt ist, nicht mehr weiß wo er ist, Sie nicht erkennt oder von beängstigenden Dingen spricht, die nicht real sind – dann erleben Sie höchstwahrscheinlich ein Delir.
Das Delir ist eine der häufigsten Komplikationen auf der Intensivstation. Es ist für Angehörige oft genauso belastend wie für die Betroffenen selbst. Die gute Nachricht: Ein Delir ist in den allermeisten Fällen vorübergehend. Und Sie können aktiv helfen.
Dieser Ratgeber erklärt Ihnen verständlich, was ein Delir ist, warum es entsteht und – das Wichtigste – wie Sie Ihrem Angehörigen in dieser schwierigen Phase beistehen können.
Ein Delir ist ein akuter Zustand der Verwirrtheit, bei dem das Gehirn vorübergehend nicht richtig arbeitet. Es ist keine psychische Erkrankung und keine Demenz, sondern eine Reaktion des Gehirns auf die schwere Belastung durch Krankheit, Operation oder intensivmedizinische Behandlung.
Ihr Angehöriger kann plötzlich völlig anders wirken als Sie ihn kennen:
Ihr Angehöriger erlebt diese Dinge als völlig real. Es nützt nichts, ihm zu sagen "Das bildest du dir nur ein". Für ihn ist es in diesem Moment Wirklichkeit, und das macht ihm Angst.
Delir kann sich auf zwei sehr unterschiedliche Arten zeigen. Beide Formen sind gleich ernst zu nehmen, auch wenn eine deutlich auffälliger ist als die andere.
Der Patient ist:
Diese Form ist für Angehörige besonders belastend, weil der geliebte Mensch "wie ausgetauscht" wirkt. Wichtig: Ihre Angehörige oder Ihr Angehöriger kann in diesem Zustand nichts dafür und wird sich später oft nicht daran erinnern.
Der Patient ist:
Diese Form wird oft übersehen, weil der Patient "nur müde" wirkt. Tatsächlich durchlebt er aber innerlich dieselbe Verwirrtheit – nur eben nach innen gerichtet.
Achtung: Viele Patienten wechseln zwischen beiden Formen hin und her. Manchmal innerhalb weniger Stunden.
Ein Delir hat nie nur eine einzige Ursache. Meist kommen mehrere Faktoren zusammen...
Paul Rawe · Fachkrankenpfleger für Intensiv- und Anästhesiepflege
17 Jahre Berufserfahrung · Ehemalige Stationsleitung
"Endlich verstand ich, was mit meinem Mann los war. Die konkreten Tipps haben mir geholfen, ruhig zu bleiben und ihm beizustehen."
— Andrea M., Ehefrau eines Intensivpatienten
"Die Checkliste zum Mitnehmen war Gold wert. Ich wusste endlich, was ich tun kann und was ich ins Krankenhaus mitbringen sollte."
— Thomas K., Sohn einer Patientin
Verstehen Sie das Delir und lernen Sie, wie Sie aktiv unterstützen können.
Vollständigen Ratgeber für 3,99 € kaufen
20 Seiten · Sofort-Download · PDF
Geld-zurück-Garantie bei Nichtgefallen