Was passiert mit mir? Ein Ratgeber für Patienten
Als Patient oder als jemand, der bald auf die Intensivstation kommt. Verständlich erklärt, ehrlich beantwortet.
Wenn Sie diese Zeilen lesen, sind Sie wahrscheinlich auf der Intensivstation oder werden dorthin verlegt. Vielleicht haben Sie Angst. Vielleicht sind Sie verwirrt. Vielleicht fragen Sie sich: "Was passiert hier mit mir?"
Das ist völlig normal.
Die Intensivstation ist eine fremde, oft beängstigende Welt. Überall piept es, Sie sind umgeben von Geräten, haben Schläuche an sich, und vielleicht können Sie nicht einmal sprechen.
Dieser Ratgeber soll Ihnen helfen zu verstehen, was auf der Intensivstation passiert, was die ganzen Geräte bedeuten und was Sie selbst tun können, um schneller wieder gesund zu werden.
Die Intensivstation (oft "Intensiv" oder "ITS" genannt) ist eine besondere Station im Krankenhaus. Hier werden Patienten behandelt, die:
Auf der Intensivstation kümmert sich eine Pflegekraft meist nur um 1-2 Patienten (statt 8-15 auf Normalstation). Sie werden permanent überwacht. Ein Arzt ist immer im Haus. Das bedeutet: maximale Aufmerksamkeit für Sie.
Das ist sehr unterschiedlich:
Wichtig: Auf die Intensivstation zu kommen bedeutet NICHT, dass Sie sterben werden. Es bedeutet, dass Sie besondere Aufmerksamkeit brauchen – und bekommen.
Sie sind umgeben von Bildschirmen, Pumpen, piependen Kästen. Das kann beängstigend sein. Hier eine kurze Erklärung:
Das ist der Bildschirm mit den bunten Zahlen und Kurven. Er zeigt Ihre Herzfrequenz, Ihren Blutdruck, Ihre Sauerstoffsättigung. Die Zahlen ändern sich ständig – das ist normal! Wenn etwas wirklich nicht stimmt, piept er laut und das Personal kommt sofort.
Wenn Sie beatmet werden, übernimmt dieses Gerät die Atemarbeit für Sie. Sie hören ein regelmäßiges Zischen und Pfeifen – das ist Luft, die in Ihre Lungen gepumpt wird. Das Gerät gibt Ihnen Sauerstoff und nimmt Ihnen die anstrengende Atemarbeit ab.
Das sind die kleinen Kästen mit Spritzen drin, die manchmal piepen. Sie geben Ihnen Medikamente über die Venen – ganz langsam und in genau der richtigen Menge. Manche Medikamente gegen Schmerzen, manche für den Kreislauf, manche zur Beruhigung.
Es kann sein, dass Sie mehrere Schläuche oder Kabel an sich haben...
Liegt in Ihrem Mund oder Ihrer Luftröhre...
Ja! Auch wenn Sie vielleicht schwach sind...
Paul Rawe · Fachkrankenpfleger für Intensiv- und Anästhesiepflege
17 Jahre auf der Intensivstation · Tausende Patienten begleitet
"Nach 2 Wochen Intensiv war ich völlig durcheinander. Dieser Ratgeber hat mir geholfen zu verstehen, was mit mir passiert ist und warum ich so schwach war."
— Peter M., 58 Jahre, nach Sepsis
"Die Erklärung der Geräte hat meine Angst genommen. Plötzlich verstand ich, dass alles mir hilft, nicht mir schadet."
— Martina L., 64 Jahre, nach Herz-OP
Wissen nimmt Angst. Dieser Ratgeber erklärt Ihnen alles, was Sie über Ihren Intensivaufenthalt wissen müssen.
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